Virtuelle Server sind was tolles. Aber leider lässt sich doch nicht alles virtuell abbilden, denn manche Software braucht die Verbindung zur Hardware. Und hier hat Hyper-V doch eine klare Einschränkung. Man kann kann nicht einfach ein USB Device an dem Hyper-V Host anschließen und in einer virtuellen Maschine benutzen, wie das VMWare Workstation perfekt beherrscht..

In meinem Fall waren es folgende Devices, die ich in meinen virtuellen Maschinen benötigte:

  • Unseren Master-Dongle für die Dongleerzeugung (WiBu)
  • Ein USB-Modem für unseren Fax-Eingang
  • Ein USB-Seriell Adapter an der eine TK-Anlage angeschlossen ist und gesteuert wird
  • Ein weitere USB-Port nochmal für eine weitere TK-Anlage
  • Manchmal für den direkten Anschluß einer USB Festplatte/Sticks

Ich habe mir einige Lösungen angesehen, die alle die USB-Devices über das Netzwerk sharen. Manche sind spezielle USB-Hubs mit Netzwerkanschluss, andere reine Software Lösungen.

Im Einsatz ist nun USB over Ethernet von KernelPro als reine Softwarelösung gekommen.
Bei dieser Lösung wird auf dem Hyper-V Host nur die Server Komponente installiert. Am Host schließt man nun die gewünschten USB Geräte an, ohne deren Treiber zu installieren. Man wählt in der Server Software nun die USB Geräte aus, die über das Netzwerk an interne Server weitergereicht werden.
Auf dem internen virtuellen Server, wird nun die Client-Software installiert. Dort kann mannun die USB Geräte auswählen, die der Server zur Verfügung stellt und die man in der virtuellen Maschine benötigt. Entsprechende Portfreigaben in der Firewall sind natürlich zu beachten. Auf dem virtuellen Client werden nun wie gewohnt die USB-Treiber installiert.
USB over Ethernet läuft als Dienst sowohl als Client wie auch als Server. Man muss sich um nichts mehr kümmern, alle angeschlossenen Geräte werden auch bei entsprechenden Serverneustarts einfach durchgereicht wenn die Dienste wieder starten.

Die Oberfläche des Tools ist einfach und verständlich ohne Schnickschnack wie man sich das für ein Server-Tool wünscht, dazu ist der Speicherverbrauch und die Prozessorlast niedrig. Die Software läuft seit 2 1/2 Monaten unauffällig und stabil, wie es sein soll.