ATL


ATLProgrammierenSQLWindows APIMartin Richter - Mo 18 Jan 2010 20:19

Wie bekommt man eigentlich einfach eine Liste aller verfügbaren SQL-Server im Netz?

In der MSDN findet sich schnell ein Artikel How to enumerate available instances of SQL Server by using the SQLDMO components. Allerdings ist dieser Artikel wenig nützlich, denn SQL-DMO findet man nur noch selten auf einem Rechner.

Dabei ist es doch relativ einfach, denn OLE-DB sieht hierfür Enumeratoren vor. Aber auch die sind nicht sonderlich gut dokumentiert. In der SQL-2000 Server Doku findet sich noch ein Eintrag für den SQLOLEDB Enumerator. Für den neuen nativen OLE-DB Clienst für den SQL-Server finde ich nichts mehr dazu.

ATL stellt direkt Klassen zur Verfügung, die die Nutzung von Enumeratoren zu einem Kinderspiel machen.

Anbei ein Codeschnippsel der alle bekannten MS-SQL Server enumeriert. Ich beginne dabei mit dem neuesten Client (2008) und gehe die Schleife weiter bis zum ältesten Server Client (2000).
Wird ein Enumerator gefunden, und dieser lieferte Ergebnisse, dann wird die Schleife abgebrochen. Denn alle Enumeratoren liefern im Allgemeinen das gleiche Ergebnis.

Code:

 
//////////////////////////////////////////////////////////////////////////
// Main function to enumerate all servers with the appropriate
// known enumerators.
 
typedef std::set  TSET_CString;
 
void EnumSQLServer(TSET_CString &setSQLServer)
{
  // We may need the local server name. 
  // We replace the token (local) with the current computer name.
  CString strCompLocal;
  DWORD dwLen = MAX_COMPUTERNAME_LENGTH+1;
  ::GetComputerName(CStrBuf(strCompLocal,dwLen),&dwLen);
 
  // Loop over all enumerators we know
  static const PCWSTR aEnumerator[] =
  {
    L"SQLNCLI10 Enumerator",    // SQL 2008
    L"SQLNCLI Enumerator",      // SQL 2005
    L"SQLOLEDB Enumerator"      // SQL 2000
  };
 
  // Try all enumerators
  for (int i=0; i < _countof(aEnumerator); ++i)
  {
    // Check if we have an enumerator
    bool bFoundAny = false;
    HRESULT hr;
    CLSID clsid;
    hr = CLSIDFromProgID(aEnumerator[i],&clsid);
    if (SUCCEEDED(hr))
    {
      // Open enumerator and loop over all entries
      CEnumerator enumrator;
      hr = enumrator.Open(&clsid);
      if (SUCCEEDED(hr))
      {
        while ((hr=enumrator.MoveNext())==S_OK)
        {
          CString strServerName(enumrator.m_szName);
 
          // Skip empty server names 
          // (older enumerators return sometimes an empty name)
          if (strServerName.IsEmpty())
            continue;
 
          // Some enumerators return (local) for a local main
          // SQL server instance
          if (strServerName.CompareNoCase(_T("(local)"))==0)
          {
            ATLTRACE(__FUNCTION__ " found local computer\n");
            strServerName = strCompLocal;
          }
 
          // get uppercase server name
          strServerName.MakeUpper();
 
          // Insert in list and avoid duplicates with this, if
          // developer decides not to break the loop after the first
          // enumerator.
          if (setSQLServer.insert(strServerName).second)
            ATLTRACE(__FUNCTION__ " found server %s\n",
                  CT2A(strServerName.GetString()));
          bFoundAny = true;
        }
      }
 
      // After we have found data in one enumerator. There is no need
      // to do this again.
      // But a developer might decide to do this for every enumerator
      if (bFoundAny)
        break;
    }
  }
}

Ein lauffähiges Projekt kann man hier herunterladen: EnumSQLServer.zip.

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ATLMFCProgrammierenMartin Richter - Do 30 Apr 2009 20:50

Immer wieder mal, taucht MFC Code auf und es wird CoInitializeEx verwendet.
Nicht unbedingt ein Fehler, aber ich denke man sollte auch hier die MFC-Art-und-Weise verwenden: AfxOleInit. Und man sollte sich klar sein, welche Apartment Modes man verwenden darf!

AfxOleInit selbst ist ein per Thread Wrapper für ::OleInitialize(NULL);.
Zudem sorgt AfxOleInit dafür, dass bei Beenden des Threads automatisch AfxOleTerm aufgerufen wird.

::OleInitialize(NULL) wiederum ist ein Wrapper für den Aufruf von CoInitializeEx im STA Kontext:
Siehe MSDN http://msdn.microsoft.com/en-us/library/ms690134(VS.85).aspx 

OleInitialize calls CoInitializeEx internally to initialize the COM library on the current apartment. Because OLE operations are not thread-safe, OleInitialize specifies the concurrency model as single-thread apartment.

Die MFC benutzt und verlangt genau diesen STA Modus. Sofern man also nicht wirklich weiß was man mit CoInitializeEx macht, sollte man es in der MFC vermeiden. Zudem man sich eben auch nicht mehr um den Cleanup kümmern muss, da die MFC dies selber macht.

Siehe auch MSDN Doku zu AfxOleInit
http://msdn.microsoft.com/de-de/library/e91aseaz(VS.80).aspx

MFC applications must be initialized as single threaded apartment (STA). If you call CoInitializeEx in your InitInstance override, specify COINIT_APARTMENTTHREADED (rather than COINIT_MULTITHREADED). For more information, see PRB: MFC Application Stops Responding When You Initialize the Application as a Multithreaded Apartment (828643) at http://support.microsoft.com/default.aspx?scid=kb;en-us;828643.

Aber auch hier sei erwähnt, dass man sicherlich auch andere Apartment Modes verwenden kann. Allerdings muss man dann wirklich wissen was man macht und darf sich nicht auf die MFC Funktionen stützen. Für solche Fälle verwende ich hier komplett ATL in meinen MFC Programmen.
Man sollte aber in diesen Fällen wirklich wissen was man macht ;)

BTW: Automatisch aufgeräumt bei einem gestarteten Thread wird nur dann, wenn auch AfxBeginThread verwendet wird. Siehe auch: AfxBeginThread versus _beginthreadex

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ATLC++Windows APIMartin Richter - Mi 15 Apr 2009 22:05

Wenn man ein Web Browser Control einbindet und dieses eine Seite lädt, dann wird der Fokus in dieses Browser Control gesetzt. Dagegen ist kein Kraut und keine Notification gewachsen.
Genaugenommen ist nicht das Webbrowser Control schuld, sondern der Scriptcode der auf der Seite läuft und den Fokus umsetzt. Das sieht man schnell wenn man den Moment der WM_KILLFOCUS Nachricht im Debugger abpasst und sich den Stacktrace ansieht.

0013b84c 4a570824 USER32!NtUserSetFocus
0013b858 4a5ce628 mshtml!CDoc::TakeFocus+0x2a
0013b880 4a63fc0b mshtml!CElement::BecomeCurrent+0x167
0013b8b4 4a63fb72 mshtml!CElement::focusHelper+0xcc
0013b8c0 4a587c85 mshtml!CElement::focus+0x1d
0013b8cc 4a5d7477 mshtml!Method_void_void+0x17
0013b94c 4a57fae8 mshtml!CBase::ContextInvokeEx+0x462
0013b97c 4a575413 mshtml!CElement::ContextInvokeEx+0x72
0013b9b0 76fa5295 mshtml!CElement::ContextThunk_InvokeEx+0x44
0013b9e8 76fa5208 jscript!IDispatchExInvokeEx2+0xa9
0013ba20 76fa5323 jscript!IDispatchExInvokeEx+0x56
0013ba90 76fa577b jscript!InvokeDispatchEx+0x78
0013bad8 76fa57c6 jscript!VAR::InvokeByName+0x1c1
0013bb18 76fa4ab0 jscript!VAR::InvokeDispName+0x43
0013bb3c 76fa5a14 jscript!VAR::InvokeByDispID+0xfb
0013bd30 76fa46d8 jscript!CScriptRuntime::Run+0x195b
0013bdf4 76fa506e jscript!ScrFncObj::Call+0x69
0013be6c 76fa5f6a jscript!CSession::Execute+0xb8
0013bf6c 76fa672f jscript!NameTbl::InvokeDef+0x183
0013c040 76fa5295 jscript!NameTbl::InvokeEx+0xd2

Dummerweise gibt es kein Event mehr, das danach gefeuert wird, wenn der Skript-Code abläuft. Das letzte Event bevor das aktive Fenster den Fokus verliert ist OnDocumentComplete.

Es gibt auch einige Threads die dieses Thema behandeln, aber keine vernünftige Lösung. Von so manchen Timerlösungen halte ich nichts, die da so vorgeschlagen werden, wer weiß schon wann eine Seite geladen ist?
Besonders ärgerlich auch, wenn man das Browser Control nicht mal auf einem sichtbaren Fenster hat, sondern nur in einem versteckten Fenster hält. Auch in diesem Fall verliert das aktive Fenster den Fokus.

Aber mit einem kleinen Trick bekommt man es doch hin ( :) warum sonst schreibe ich den Artikel )

  1. Man baut einen OnDocumentComplete Handler ein.
  2. Wenn das Event eintritt, besorgt man sich mit GetFocus das Fenster, dass aktuell noch den Fokus inne hat.
  3. Nun sendet man mit PostMessage eine selbst definierte Nachricht (#define WM_RESTOREFOCUS (WM_APP+x)) an den Container des Webbrowser Controls und übergibt als wParam einfach das Handle des Fensters, dass man soeben mit GetFocus ermittelt hat.
  4. Nach diesem Event wird der Skript-Code ausgeführt, der den Fokus stiehlt. Das stört uns nicht.
  5. Irgendwann kommt die Messageloop jetzt wieder an die Reihe und zieht die benutzerdefinierte Nachricht WM_RESTOREFOCUS aus der Queue.
  6. Man hat natürlich einen Handler für diese Nachricht im Container des Webbrowser Controls. Dieser macht nun nichts anderes als einen SetFocus auf das HWND Handle auszuführen, das im wParam übergeben wurde. Ein Test zuvor mit IsWindow versteht sich von selbst.

Dadurch, dass die Nachricht in der Message-Queue gepostet wird, wird sie zeitnah ausgeführt sobald wirklich der User wieder eine Chance selbst Eingaben zu machen. Problem zufriedenstellend gelöst.

Das sollte sich sogar mit C# oder VB hinbekommen lassen ;)

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ATLC++MFCProgrammierenWindows APIMartin Richter - So 14 Dez 2008 15:52

CMemDC aus dem Artikel Flicker free drawing with MFC ist wohl der Klassiker für Doublebuffering und ist wohl jedem MFC Entwickler bekannt.

Er macht was er soll und ich habe ihn selbst über Jahre hinweg unverändert verwendet. Solange man einfache Sachen macht und ausschließlich den MM_TEXT Mappingmode verwendet ist alles OK.
Hat man sich aber was spezielles – zoomfähiges – zusammengebaut mit MM_ANISOTROPIC dann funktioniert das Ganze nicht mehr, weil Keith an den Window Origin Koordinaten dreht und nicht am Viewport.

Meine abgewandelte Variante trägt einer entsprechende Verwendung auch für andere Mappingmodes Rechnung. Es müsste IMHO für jeden funktionieren. Intensiv getestet habe ich es mit MM_ANISOTROPIC.

Will/muss man auch an den Viewport Koordinaten drehen, dann sollten die alten Viewport Koordinaten gelesen werden und dann entsprechend durch ein Offset geändert werden.
Alles anderen Werte wie die Extents können beliebig verändert werden.
Bei der Verwendung sollte MM_TEXT eingeschaltet sein (entsprechende ASSERTs habe ich ergänzt). MM_TEXT ist normalerweise gesetzt, wenn CMemDC direkt nach Instanzierung des CPaintDC zum Einsatz kommt. Der Destruktor setzt dann den Mappingmode auf MM_TEXT zurück.

Dieser neue, modifizierte CMemDC kann einfach die bisherige Implementierung ersetzen.

Have fun & Happy coding :-)

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class CMemDC : public CDC
{
public:
  // constructor sets up the memory DC
  CMemDC(CDC* pDC)
    : CDC()
    , m_pDC(pDC)
    , m_pOldBitmap(NULL)
    , m_bMemDC(!m_pDC->IsPrinting())
  {
    ASSERT(pDC != NULL);
 
    if (m_bMemDC)
    {
      // Create a Memory DC.
      // At this moment we should have mapping mode text
      ASSERT(m_pDC->GetMapMode()==MM_TEXT);
      ASSERT(m_pDC->GetWindowOrg()==CPoint(0,0));
      ASSERT(m_pDC->GetViewportOrg()==CPoint(0,0));
 
      // Get the clip box and create bitmap for this size
      m_pDC->GetClipBox(&m_rect);
      CreateCompatibleDC(m_pDC);
      m_bitmap.CreateCompatibleBitmap(m_pDC, 
              m_rect.Width(), m_rect.Height());
      m_pOldBitmap = SelectObject(&m_bitmap);
 
      // Adjust the view port so that we hit the clip rect.
      SetViewportOrg(-m_rect.left, -m_rect.top);
      IntersectClipRect(m_rect);
 
      // Fill background in case the user has overridden
      // WM_ERASEBKGND.  We end up with garbage otherwise.
      FillSolidRect(m_rect, m_pDC->GetBkColor());
    }
    else
    {
      // Make a copy of the relevant parts of the current DC for printing
      m_bPrinting = m_pDC->m_bPrinting;
      m_hDC     = m_pDC->m_hDC;
      m_hAttribDC = m_pDC->m_hAttribDC;
    }
  }
 
  // Destructor copies the contents of the mem DC to the original DC
  ~CMemDC()
  {
    if (m_bMemDC)
    {
      // The mapping mode might effect the BitBlt. So we need to return to
      // MM_TEXT. This makes m_rect.left and m_rect.top again the
      // coordinates of our clipped rectangle. And to make sure that the
      // coordinates are really used we just clear the ViewportOrg and the
      // WindowOrg
      SetMapMode(MM_TEXT);
      SetViewportOrg(0,0);
      SetWindowOrg(0,0);
 
      // Copy the off screen bitmap onto the screen.
      // For this we just make sure that we really target the rectangle of
      // our temporal bitmap.
      m_pDC->BitBlt(m_rect.left, m_rect.top, 
              m_rect.Width(), m_rect.Height(),
              this, 0, 0, SRCCOPY);
 
      //Swap back the original bitmap.
      SelectObject(m_pOldBitmap);
    }
    else
    {
      // All we need to do is replace the DC with an illegal value,
      // this keeps us from accidentally deleting the handles associated
      // with the CDC that was passed to the constructor.
      m_hDC = m_hAttribDC = NULL;
    }
  }
 
  // Allow usage as a pointer
  CMemDC* operator->()  {   return this;  }
 
  // Allow usage as a pointer
  operator CMemDC*()  {   return this;  }
 
private:
  CBitmap  m_bitmap;    // Offscreen bitmap
  CBitmap* m_pOldBitmap;  // bitmap originally found in CMemDC
  CDC*   m_pDC;     // Saves CDC passed in constructor
  CRect  m_rect;    // Rectangle of drawing area.
  bool   m_bMemDC;    // true if CDC really is a Memory DC.
};
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ATLProgrammierenSonstigesWindows APIMartin Richter - Mi 10 Dez 2008 19:54

Ich benutze als interne Makrosprache gerne VBScript. D.h. ich hoste VBScript.
Ich biete dann bestimmte COM-Objekte (IDisptach) an, die es dem Nutzer erlauben mein  Programm anzupassen oder intern zu steuern.

Nun macht es aber unter Umständen einen gravierenden Unterschied, ob ein COM-Objekt von einem programminternen Nutzer, oder von extern angesprochen wird. Intern möchte ich zum Beispiel mehr  oder andere Funktionen erlauben als durch einen externen Zugriff von einem anderen Programm oder Skript.

Wie kann man aber unterscheiden von wo ein COM Zugriff erfolgt :?:

Netterweise hat COM die Funktion CoGetCallContext, die mir genau diese Info liefert. Liefert CoGetCallContext S_OK und damit einen Interfacezeiger auf IServerSecurity, dann wurde der COM Zugriff von einem externen Prozess abgesetzt. Wenn CoGetCallObject E_NOINTERFACE zurück gibt haben wir einen internen Aufruf aus dem eigenen Prozess heraus.

bool IsExternalComCall()
{
 // get context
 CComPtr<IServerSecurity> spSecurity;
 HRESULT hr = ::CoGetCallContext(IID_IServerSecurity,
                      reinterpret_cast<void**>(&spSecurity));
 return SUCCEEDED(hr);
}

Herzlichen Dank an René König für diesen Ansatz, den er mir in microsoft.public.de.vc gab.

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ATLC++CRTDebuggingMFCProgrammierenVS-Tipps&TricksWindows APIMartin Richter - Di 04 Nov 2008 20:30

Mancher Bug macht einem nicht den Gefallen und lässt sich in der Debug-Version finden. Ursache ist oft genug eine Variable, die in der Debug-Version initialisiert (0xCC) wird aber in der Release-Version zu einem Crash führt, wenn zufällige Daten auf dem Stack für undefiniertes Verhalten sorgen.

Also macht man sich an das debuggen der Release Version und kann keinen Fehler finden.
Kaum startet man das Programm ohne Debugger dann kracht es wieder. Warum?

Manch einer könnte jetzt denken: Der Debugger verändert das Memory Layout! Das tut er schon, aber entscheidend für ein anderes Verhalten ist der Debug Heap!
Die wenigsten Entwickler wissen überhaupt, dass es ihn gibt. Ich meine hier nicht die Debug Funktionen, die die CRT zur Verfügung stellt, denn mein Thema heute ist ja das Debuggen eines Release-Programms, und die Debug-CRT hat ja bekanntlich in einem Release Programm nichts zu suchen!

Machen wir es praktisch und nehmen wieder mein kleines Crashtest-Programm:

#include <windows.h>
#include <tchar.h>
#include <crtdbg.h>
int _tmain(int argc, _TCHAR* argv[])
{
  char *pCorrupt = new char[100];
  ZeroMemory(pCorrupt,104);
  char *pOther = new char[100];
  ZeroMemory(pOther,100);
  delete [] pOther;
  delete [] pCorrupt;
  return 0;
}

Wenn wir dieses Programm als Release Version kompilieren und ausführen, dann erhalten wir keine Fehlermeldung :!: Interessant. Der Heap ist nicht soweit zerstört, dass es zu einer Zugriffsverletzung kommt. Starten wir aber unser Programm mit dem Debugger, dann wird der so genannte Debug Heap des Systems verwendet, der wie die Debug-CRT Guardbytes setzt und kontrolliert.

Ein weiteres Problem entsteht dadurch, dass der Debug Heap den allokierten Speicher auf feste Werte initialisiert genau wie die Debugversion der CRT. Wenn also nicht initialisierter Speicher genutzt wird, dann ist das Verhalten mit dem Debug-Heap deterministisch, ohne Debug Heap eher zufällig.

Das im Debugger alles etwas anders sein kann ist sogar dokumentiert ;)

Processes that the debugger creates (also known as spawned processes) behave slightly differently than processes that the debugger does not create.
Instead of using the standard heap API, processes that the debugger creates use a special debug heap. On Microsoft Windows XP and later versions of Windows, you can force a spawned process to use the standard heap instead of the debug heap by using the _NO_DEBUG_HEAP environment variable or the -hd command-line option.

In diesem Text steht auch, wie man den Debug-Heap ausschalten kann, mit:

SETX _NO_DEBUG_HEAP 1

Diese Environment-Variable sorgt dafür, dass sich auch bei geladenem Debugger, das Programm so verhält wie ohne Debugger (hoffentlich). Führt man mein Testprogramm nun im Debugger aus, wenn die Environment-Variable _NO_DEBUG_HEAP auf 1 gesetzt ist, erhält man keinen Debug-Break mehr. Denn in diesem Fall gibt es keine Guardbytes, die geprüft werden.
Löscht man den Eintrag _NO_DEBUG_HEAP wieder, dann erhält man im Debugger wieder wie erwartet einen Break.

Will man also wirklich realitätsnah eine Release-Version debuggen, dann kommt man um das Ausschalten des Debug-Heaps nicht herum.

PS: Man kann es auch etwas einfacher haben, wenn man sich nachträglich an den Prozess mit dem Debugger attached (wenn das geht). Ideal ist dieses Verfahren auch beim Remote-Debugging (dazu demnächst mehr).

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ATLC++CRTDebuggingIDEMFCProgrammierenVS-Tipps&TricksWindows APIMartin Richter - Fr 31 Okt 2008 19:42

Einige Hilfsmittel um einen Heap-Fehler zu finden habe ich in meinem letzten Beitrag ja beschrieben.

Eigentlich wünscht sich der Entwickler nichts mehr, als dass ein falscher Zugriff auf den Heap, sofort einen Break im Debugger auslöst. Die Methoden, die ich bisher gezeigt habe (AfxCheckMemory, _CrtCheckMemory, _CrtSetDbgFlag) können das nicht direkt , aber zumindest helfen sie den Fehler einzukreisen.

Ein unverzichtbarer Helfer, der sofort solch einen Break auslösen kann, ist der Application Verifier, den ich bereits in einem älteren Artikel als Freund und Helfer vorgestellt habe.

Seit Visual Studio 2005 kann man direkt Parameter für den Application Verifier im Projekt einstellen und auch direkt den Debug-Prozess mit dem Application Verifier starten (Umschalt+Alt+F5).
An den Standardeinstellungen im Projekt braucht man hier gar nichts zu ändern:
Conserve Memory - No
Protection Location - Je nach Testfall (man sollte mit beiden Einstellungen mal debuggen)
Alle anderen Einstellungen Verification Layers Settings - auf Enable

Mit dem Application Verifier lässt sich der so genannte Paged Heap nutzen, der Guard Pages anlegt hinter oder vor den allokierten Speicherbereichen (siehe auch GFLAGS.EXE). Der Vorteil: Man erhält sofort eine Access Violation, wenn man den Speicherbereich überschreitet.

Mein kleines Demoproramm

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#include <windows.h>
#include <tchar.h>
#include <crtdbg.h>
int _tmain(int argc, _TCHAR* argv[])
{
  char *pCorrupt = new char[100];
  ZeroMemory(pCorrupt,106); // -- This will corrupt the heap
  char *pOther = new char[100];
  ZeroMemory(pOther,100);
  delete [] pOther;
  delete [] pCorrupt;
  return 0;
}

crashed mit der Nutzung des Application Verifiers sofort und man kann im Call Stack die Zeile 7 ausmachen.
Genial ist besonders, dass der Application Verifier auch mit der Release Version sofort die Zeile 7 als Ursache identifiziert. Gerade wenn man also nicht auf die Debug-CRT zurückgreifen kann, ist der Application Verifier ein super Hilfsmittel.

Der Nachteil: Die Guard Pages liegen nicht exakt und direkt hinter dem allokierten Bereich, sondern auf der nächsten Page Boundary. Deshalb crashed mein Sample auch nicht wenn man den Speicher um nur 1 Byte überschreitet.

Aber der Application Verifier ist zum Testen ein absolutes Muss, weil auch falsche Handles erkannt werden und auch der Lock Verfification Layer für die Qualitätssicherung einfach nützlich zum entwanzen sind. (siehe auch Application Verifier Einstellungen in der MSDN).

Hinweis :!:

Auf Windows XP und Windows Server 2003 erhält man ohne administrative Rechte die folgende Fehlermeldung:

Access denied. You need administrative credentials to use Application Verifier on image <App_Name.exe> on machine <Machine_Name>. Contact your system administrator for assistance

Unter Windows Vista oder Windows Server 2008 erhält man die flogende Fehlermeldung wenn der Application Verifier nicht elevated gestartet wird:

Access denied. You need administrative credentials to use Application Verifier on image <App_Name.exe> on machine <Machine_Name> or per user verifier settings should be enabled by the administrator. Please refer to documentation for more information.

Durch einen simplen Eintrag in der Registry lässt sich aber auch als normaler Benutzer, ohne administrative Rechte, der Application Verifier nutzen, man erzeugt einen DWORD Eintrag in der Registry mit dem Wert 1
HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Session Manger\ImageExecutionOptions
Nach einem Reboot kann man nun einfach den Application Verifier auch non-elevated, als normaler Benutzer nutzen.

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ATLAllgemeinC++CRTDebuggingMFCProgrammierenVS-Tipps&TricksMartin Richter - Mo 27 Okt 2008 22:47

Probleme finden, die mit dem Heap zusammenhängen ist oft genug eine Sache für sich und für Anfänger nicht selten ein Buch mit sieben Siegeln. Die CRT und der Debugger stellen aber einige Werkzeuge zur Verfügung, die es einem doch mit etwas Geschick und Wissen erlauben auch komplexere versteckte Fehler zu finden, die Heapfehler auslösen.

Jeder C/C++ Entwickler hat schon Meldungen dieser Art beim Testen seiner Programme gesehen:

HEAP[CrashTest.exe]: Heap block at 006D7920 modified at 006D79B0 past requested size of 88
Windows has triggered a breakpoint in CrashTest.exe.
This may be due to a corruption of the heap, which indicates a bug in CrashTest.exe or any of the DLLs it has loaded. 

oder etwas in dieser Art:

Debug Error!
Program: …nts\Visual Studio 2008\Projects\CrashTest\Debug\CrashTest.exe
HEAP CORRUPTION DETECTED: after Normal block (#110) at 0×000D7948.
CRT detected that the application wrote to memory after end of heap buffer.

Ursache ist ein Fehler wie in diesem kleinen Beispielprogramm:

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#include <windows.h>
#include <tchar.h>
#include <crtdbg.h>
int _tmain(int argc, _TCHAR* argv[]) 
{ 
  char *pCorrupt = new char[100];
  ZeroMemory(pCorrupt,106); // -- This will corrupt the heap 
  char *pOther = new char[100]; 
  ZeroMemory(pOther,100); 
  delete [] pOther; 
  delete [] pCorrupt; 
  return 0; 
}

Wenn die Debug-CRT benutzt wird erhält man automatisch einen Break im Debugger wenn der Speicherblock pCorrupt freigeben wird (Zeile 11). Man braucht also nur den Call-Stack oder Stacktrace anzusehen und kann zumindest feststellen, welcher Block defekt ist.

Schwieriger wird es dann schon die Stelle zu finden, an der der Block überschrieben wird. In meinem Beispiel also die Zeile 7. Besonders dann wird es komplex, wenn das Programm größer ist, und der Speicherblock an evtl. sehr vielen Stellen genutzt wird.

Um die Position einzugrenzen und nicht evtl. bis zum Programmende warten zu müssen, wenn man (hoffentlich) alle Objekte freigibt kann man die CRT veranlassen den Heap zu prüfen. Dies geschieht mit _CrtCheckMemory oder AfxCheckMemory.
Streut man also in seinem Code an strategisch guten Stellen das folgende Statement in seinen Code

ASSERT(AfxCheckMemory()); // oder _CrtCheckMemory

kann man relativ gut die Stelle einkreisen die den Fehler verursacht, und das ohne große Performanceverluste. Man erhält sofort einen ASSERT, ab dem Moment ab dem die Integrität des Heaps zerstört wurde und der Check durchgeführt wird.

Noch etwas einfacher ist es, die CRT dazu zu bringen sich sofort zu melden wenn der Heap zerstört wird. Dies kann man erreichen indem man das Debug-Flag _CRTDBG_CHECK_ALWAYS_DF setzt.

Platziert man bei Programmstart die folgende Codezeile in seinem Programm

_CrtSetDbgFlag(_CrtSetDbgFlag(0)|_CRTDBG_CHECK_ALWAYS_DF);

dann unterbricht die CRT das Programm sofort bei der nächsten Allokation eines Speicherbocks, nachdem der Heap zerstört wurde. In meinem Beispiel also direkt bei der nächsten Allokation in Zeile 8!
Nachteil ist, dass bei jeder Allokation der Heap geprüft wird und damit die Performance schon in den Keller gehen kann, wenn das Programm groß ist und der Fehler evtl. selten auftritt.

Man kann also mit den einfachen Bordmitteln der CRT einen Fehler schon relativ leicht eingrenzen.

Soweit für heute. Was man noch alles machen kann um effektiv Heap-Fehler zu finden werde ich demnächst noch in weiteren Artikeln zu diesem Thema beschreiben.

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ATLC++MFCProgrammierenWindows APIMartin Richter - So 21 Sep 2008 15:46

Wer sich in Windows-Programmierer-Foren tummelt, dem wird die folgende Frage mindestens einmal in der Woche über den Weg laufen:

Ich möchte in einem Dialog die Eingabetaste abfangen, so dass sich der Dialog nicht schließt.
Wie geht das?

Vom Sinn und Unsinn dieses Wunsches wollen wir mal hier nicht reden. Also schauen wir mal auf dieses Problem etwas genauer.

Die Lösung WM_COMMAND mit IDOK abfangen, lasse ich nicht gelten , denn evtl. hat der Dialog ja einen OK Button. (In der MFC käme das mit dem Überschreiben von CDialog::OnOK gleich)

Die Standardantwort von MFC Entwicklern lautet immer:

Überschreibe PreTranslateMessage und fange WM_KEYDOWN mit VK_RETURN dort ab und behandle die Nachricht dort.

OK. Aber was macht ein Win32-API Entwickler. Der hat keinen Einfluss auf die Message-Loop. Muss der nun zu der Hook-Kanone greifen?

Wo liegt eigentlich das Problem?
Die Funktion, die VK_RETURN in ein WM_COMMAND mit IDOK umwandelt ist die API Funktion IsDialogMessage. Diese Funktion wird in der Messageloop von modalen Dialogen verwendet. In der MFC direkt in CDialog::PreTranslateMessage und in Win32 Dialogen wird sie in der Messageloop die DialogBox ausführt.

Diese Funktion geht aber mit solchen Tastatureingaben nicht einfach wahllos um. Sie macht das sehr intelligent. Das sieht man schon daran, dass man in einer aufgeklappten ComboBox die Eingabetaste drücken kann und es schließt die ComboBox und nicht der Dialog.
Ebenfalls kennt man den Effekt, dass ein mehrzeiliges Eingabefeld (Edit Control) sehr wohl die Eingabetaste als Zeilenschaltung nutzen kann und auch hier schließt der Dialog nicht.
Kennt also IsDialogMessage seine Pappenheimer von Controls?

Woher weiß IsDialogMessage also wann VK_RETURN mal so und mal so behandelt werden muss?
Die Antwort ist einfach: IsDialogMessage fragt seine Controls ab was sie gerne hätten!
Und das wird erreicht mit einer einfachen Windows-Nachricht, die in diesem Zusammenhang fast nie genannt wird: WM_GETDLGCODE.

Bevor IsDialogMessage eine Tastatureingabe selbst behandelt, fragt die Funktion das Zielfenster mit WM_GETDLGCODE ab, ob das Fenster evtl. selbst Verwendung für diese Tastatureingabe hat.
WM_GETDLGCODE kann hier sehr flexibel reagieren, denn in wParam erhält die Nachricht den virtuellen Tastencode und das Control weiß nun sehr genau um was es hier geht.

Kann man also in jedem Control (das natürlich den Fokus hat) die Eingabetaste selbst behandeln?
Antwort: Ja!

Das Control muss nur einfach WM_GETDLGCODE behandeln für die Taste VK_RETURN. In diesem Fall gibt es DLGC_WANTMESSAGE zurück (ist übrigends identisch zu DLGC_WANTALLKEYS). IsDIalogMessage wird in diesem Fall die Eingabetaste an das Control weitergeben und nicht selbst behandeln. So macht es übrigens auch eine ComboBox die aufgeklappt ist wenn die Eingabetaste gedrückt wird.

Ich habe einfach mal hier eine Win32 Lösung aufgebaut. Es wird einfach das entsprechende Control mit einer eigenen WndProc gesubclassed und das sieht etwa so aus:

LRESULT CALLBACK SpecialWndProc(HWND hWnd,
                        UINT message, WPARAM wParam, LPARAM lParam)
{
    switch (message)
    {
    case WM_GETDLGCODE:
        if (wParam==VK_RETURN)
            return DLGC_WANTMESSAGE;
        break;
    case WM_KEYDOWN:
        if (wParam==VK_RETURN)
        {
            MessageBox(hWnd,_T("VK_RETURN received!"),NULL,MB_OK);
            return 0;
        }
        break;
    }
    WNDPROC pWndProc = reinterpret_cast(GetWindowLongPtr(hWnd,GWL_USERDATA));
    return CallWindowProc(pWndProc,hWnd,message,wParam,lParam);
}
 
...
// Subclass the control
HWND hWndEdit = GetDlgItem(hDlg,IDC_EDIT1);
LONG_PTR pOldWndProc = SetWindowLongPtr(hWndEdit,GWL_WNDPROC,
                        reinterpret_cast(SpecialWndProc));
SetWindowLongPtr(hWndEdit,GWL_USERDATA,pOldWndProc);

Effekt: Jedes Control, dass man mit dieser WndProc subclassed wird die Messagebox anzeigen und der Dialog wird nicht geschlossen! Subclassed man also alle Controls eines Dialoges, die den Fokus bekommen können, dann kann man sofort ohne Hook, auch die Eingabetaste selbst behandeln.
Sinnvollerweise sendet man bei Erhalt von VK_RETURN dann einfach eine entsprechende Nachricht an das Parent, dass die gewünschte Aktion dann ausführt, sofern nicht das Control selbst die Eingabetaste direkt behandelt.

Man kommt also auch in reinen Win32 API Programmen ganz ohne Hooks aus, um VK_RETURN in Dialogen so zu behandeln wie man es selbst gerne möchte!

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ATLC++CRTMFCProgrammierenVS 2008Vista / Windows 7Windows APIMartin Richter - Di 06 Mai 2008 21:00

Einige nutzen ja meine Lösung für private CRT und MFC Assemblies unter VC-2005, die ich in dem diesem Artikel unter Codeproject veröffentlicht habe
http://www.codeproject.com/KB/cpp/PrivateAssemblyProjects.aspx

Das Interesse und die Nachfrage ist groß dieses Verfahren auch unter VC-2008 zu nutzen.
Da ich aber aktuell wenig Zeit habe den Artikel komplett zu überarbeiten, veröffentliche ich den relevanten Code hier erst mal vorab als “Hotfix”. Dieser Hotfix setzt voraus, dass das aktuelle Feature Pack installiert ist. Der Code ist nicht auf die RTM Version hin zugeschnitten und getestet.

UseMSPrivateAssemblies.h

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// Version 2.0 by Martin Richter [WWJD]
// Supports VC-2005 and VC-2008
#pragma once    
 
#ifndef RC_INVOKED
// Avoid problems with the resource compiler if included    
 
// This defines bock the creation in the header files
#pragma message("Using private assemblies for the MS runtimes")
#define _STL_NOFORCE_MANIFEST
#define _CRT_NOFORCE_MANIFEST
#define _AFX_NOFORCE_MANIFEST
//#define _ATL_NOFORCE_MANIFEST    
 
// The next statements block the linker from including object files in the
// CRT and the MFC, that would create manifest pragmas too.
#ifdef __cplusplus
extern "C" {            /* Assume C declarations for C++ */
#endif    
 
__declspec(selectany)       int _forceCRTManifest;
__declspec(selectany)       int _forceMFCManifest;
// __declspec(selectany)    int _forceAtlDllManifest;    
 
// The next symbols are used by the several versions of VC 9.0
__declspec(selectany)       int _forceCRTManifestRTM;
__declspec(selectany)       int _forceMFCManifestRTM;
__declspec(selectany)       int _forceMFCManifestCUR;    
 
#ifdef __cplusplus
}                        /* __cplusplus */
#endif    
 
// We use crtassem.h with the defines there. It just gives us the
// versions and name parts for the dependencies.
// Note that there is also a MFCassem.h but this include file has the
// manifest pragma's already in it. So we can't use it
//
// Three files are controlling this crtassem.h, MFCassem.h and atlassem.h!
// Happily __LIBRARIES_ASSEMBLY_NAME_PREFIX is used in CRT, MFC and ATL!
// Doing it right would need to use _MFC_ASSEMBLY_VERSION for the MFC
// but in fact _CRT_ASSEMBLY_VERSION and _MFC_ASSEMBLY_VERSION and
// _ATL_ASSEMBLY_VERSION are the same
//  - VC-2005 SP1 8.0.50727.762
//  - VC-2008 RTM 9.0.21022.8
//  - VC-2008 Feature Pack 9.0.30411.0 (used if _BIND_TO_CURRENT_VCLIBS_VERSION
//    and _BIND_TO_CURRENT_MFC_VERSION are defined to 1)    
 
#include <crtassem.h>
 
// We don't have a seperate block for the Debug version. We just handle
// this with a extra define here.
#ifdef _DEBUG
#define __LIBRARIES_SUB_VERSION    "Debug"
#else
#define __LIBRARIES_SUB_VERSION    ""
#endif    
 
// Manifest for the CRT
#pragma comment(linker,"/manifestdependency:\"type='win32' "                        \
    "name='" __LIBRARIES_ASSEMBLY_NAME_PREFIX "." __LIBRARIES_SUB_VERSION "CRT' "   \
    "version='" _CRT_ASSEMBLY_VERSION "' "                                          \
    "processorArchitecture='x86' \"")    
 
// Manifest for the MFC
#pragma comment(linker,"/manifestdependency:\"type='win32' "                        \
    "name='" __LIBRARIES_ASSEMBLY_NAME_PREFIX "." __LIBRARIES_SUB_VERSION "MFC' "   \
    "version='" _CRT_ASSEMBLY_VERSION "' "                                          \
    "processorArchitecture='x86'\"")    
 
// #pragma comment(linker,"/manifestdependency:\"type='win32' "                     \
//     "name='" __LIBRARIES_ASSEMBLY_NAME_PREFIX ".MFCLOC' "                        \
//     "version='" _CRT_ASSEMBLY_VERSION "' "                                       \
//     "processorArchitecture='x86'\"")    
 
// Manifest for the ATL
// #pragma comment(linker,"/manifestdependency:\"type='win32' "                     \
//    "name='" __LIBRARIES_ASSEMBLY_NAME_PREFIX ".ATL' "                            \
//    "version='" _CRT_ASSEMBLY_VERSION "' "                                        \
//    "processorArchitecture='x86' \"")    
 
#endif // RC_INVOKED

Anmerkungen:

  • Im Endeffekt sind nur 3 Zeilen (26-28) hinzugekommen.
  • Diese Version funktioniert sowohl für VC-2005 als auch VC-2008!
  • Unter Vista wird allgemein das Problem beobachtet, das private Assemblies nur genutzt werden können, wenn diese in einem Unterverzeichnis liegen. Liegen die Assembly Dateien im gleichen Verzeichnis wie die EXE kommt es zu einem Fehler “The application failed to initialize properly (0xc0000034). “ Dieser Sache bin ich (und andere) auf der Spur.
  • Es spielt für diesen Code keine Rolle ob die beiden Defines _BIND_TO_CURRENT_VCLIBS_VERSION und _BIND_TO_CURRENT_MFC_VERSION gesetzt wurden. Werden diese Defines auf 1 gesetzt bevor UseMSPrivateAssemblies inkludiert wird, dann werden die Manifeste so erzeugt, dass die Feature Pack DLLs gezogen werden. Sind diese beiden Defines nicht gesetzt werden Manifeste für die RTM Version erzeugt.
    Ich empfehle dringend diese beiden Defines zu setzen :!:

Das ist erstmal ein Schnellschuss für alle, die die es etwas eiliger haben.

Der Vorteil gegenüber der Lösung, bei der die Manifeste manuell bearbeitet werden, wie es zum Beispiel Jochen Kalmbach in seinem Blog vorgestellt hat ist klar:
Man muss eben nichts manuell machen :-)
Es macht wieder alles der Compiler und Linker.

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