Arcandor will 650 Millionen vom Staat…
… damit 50.000 Arbeitsplätze gerettet werden. Und die Gewerkschaften schicken Ihre Leute auf die Straße, damit sie für eine Intervention des Staates werben.
Und das ganze weil das Management seine Hausaufgaben nicht gemacht hat.
Und unser Münte erklärt, dass für die Dämlichkeit der Geschäftsführer nun der normale Arbeiter nicht büßen dürfe…
Unfassbar. Da soll jeder Arbeitsplatz mit 13.000 Euro gestützt werden.
Ein guter Freund von mir, hatte ein kleines Photoatelier und war als freier Photograph tätig. “Hatte & war” deshalb, weil die Bank meinem Freund aufgrund mieser wirtschaftlicher Lage den Hahn abgedreht hat.
Die Banken fackeln aktuell nicht lange, wenn eine kleine Firma in Geldnot gerät. Jetzt ist er auf Harz IV und hat einen Rechtsanwalt für die Schuldenberatung und versucht etwas tragbares mit seinen Gläubigern auszuhandeln.
Eigentümlicher Weise wurde ihm vom lieben Franz Müntefering oder einem unserer lokalen Politiker keine 13.000 Euro angeboten um seinen Arbeitsplatz zu retten… ist irgendwie unverständlich…
Aber ich bin ehrlich: Ich bin nicht dafür, dass der Staat in solche wirtschaftliche Normalitäten eingreift. Konkurse und Firmenpleiten gehören zu den bereinigenden Vorgängen unserer Marktwirtschaft. So hart es nun mal ist, aber es gehört zu unserem System und man bestraft durch solch eine staatliche Unterstützung nur die, die korrekt gewirtschaftet haben.
Selbst wenn ich es meinem Freund gegönnt hätte, richtig wäre eine staatliche Unterstützung nicht gewesen nd sie ist auch nicht korrekt für Arcandor/Karstadt.
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5 Kommentare zu “Arcandor will 650 Millionen vom Staat…”
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on Di 02 Jun 2009 um 17:43 # Dirk
Hmm, schwieriges Thema das ganze.
Einerseits gebe ich dir recht, im “Normalfall” sollte der Staat sich aus solchen wirtschaftlichen Vorgängen raushalten.
Andererseits, während so einer Krise wie der derzeitigen ein Unternehmen wie Opel mit tausenden von direkten und indirekte Arbeitsplätzen zu stützen, ist in meinen Augen nicht verkehrt. Gerade wenn der Staat kein Geld ausgibt sondern nur mit Bürgschaften dafür sorgt dass das Unternehmen wieder Kredite bekommt. Bin jetzt aber leider nicht auf dem laufenden was Opel und Arcandor/Karstadt betrifft, stehen da nicht auch “nur” Bürgschaften im Raum?
on Di 02 Jun 2009 um 21:11 # Martin Richter
Das Problem ist, dass eben das Risiko doch der Steuerzahler trägt, selbst wenn es “nur” Bürgschaften sind.
Fakt ist und bleibt: Arcandor und auch GM/Opel haben überzogen und das ohne genügende Finanzdecke.
Die die korrekt gewirtschaftet haben fallen nicht im Falle des Konkurses dem Steuerzahler dem Tasche.
on So 07 Jun 2009 um 09:53 # Dirk
Stimmt schon, überzogen haben die Geschäftsleitungen. Irgendwie krankts da in unserem Wirtschaftssystem, die die nichts dafür können, die “kleinen” Angestellten verlieren ihren Job und landen bei Hartz 4, die, die für das Chaos verantwortlich sind haben keine Probleme, genug Geld geschäffelt und ziehen zur nächsten Firma weiter. Aber so schnell wird sich wohl auch daran nichts ändern…
on Mi 10 Jun 2009 um 10:06 # Barbara
Wie wäre es denn mal mit einem Staatshilfemodell, dass Unternehmen belohnt, die sich seit Jahren für ihre Mitarbeiter engagieren und ihnen langfristig gesicherte Jobs bieten? Auf diesem Wege würden die völlig eigennützigen und kurzsichtigen Manager von Arcandor und co. nicht noch entlastet und die durch den Zusammenbruch des Konzerns betroffenen Mitarbeiter unterstützt, indem anderen Firmen die Möglichkeit gegeben wird, einige von ihnen aufzufangen. So muss niemand mehr in einer maroden Seifenblase arbeiten, die jeden Moment zu zerplatzen droht.
on Mi 10 Jun 2009 um 16:25 # Martin Richter
Japp! Das wäre endlichmal eine Idee. Statt immer hinterher zu laufen und die Karren aus dem Dreck zu ziehen werden Anreize geschaffen “gutes zu tun”!